Das mit der Gesundheit ist bei der Perserkatze so eine Sache. Die Züchtung hat aus ihr eine Katze mit sehr rundem Kopf und flachem Gesicht gemacht. Das führt leider sehr häufig zu Atemproblemen und auch zu Verstopfungen der Tränenkanäle. In ganz extremen Fällen brauchen solche Katzen dann auch ihr leben lang tierärztliche Betreuung. Es gibt auch Tierschützer und Katzenfreunde, die von Qualzucht sprechen und es gibt durchaus auch Fans der Perserkatze, die dann eben keine möchte, die dem allgemeinem Rassestandard entsprechen, sondern auf Perserkatzen mit Nase setzen.

Erbkrankheiten bei der Perserkatze

Neben den gesundheitlichen Problemen durch diese angezüchteten Merkmale der Perserin gibt es aber auch andere Problematiken, die der Gesundheit einer Perserkatze im Wege stehen können.

Neben diesen anatomischen Problemen gibt es aber auch noch die Polyzistische Nierenerkrankungen (PKD, Zystenbildung in den Nieren) und zum anderen die Hodendystopie (Lageanomalie des Hodens). Bei der PKD können die Nierenzysten bei Katzen im hohen Alter zum Nierenversagen führen. Bei weißen Perserkatzen ist zudem die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie taub auf die Welt kommen.

Dies sind Krankheiten, die typisch für Perser sind. Auf solche Erbkrankheiten sollten seriöse Züchter ihre Tiere aber auch testen lassen.

Fellpflege für die Gesundheit der Perserkatze sehr wichtig

Zum Thema Gesundheit gehört aber unbedingt auch die regelmäßige und gründliche Fellpflege. Denn Knoten und Verfilzungen im Fell sehen längst nicht nur unschön aus. Sie können auch zu Gesundheitsproblemen führen. Denn Verfilzungen verhindern, dass die Haut richtig durchlüftet wird. Zum einen kann das zu Hautproblemen führen und zum anderen auch zum Wärmestau.

Richtige Ernährung sehr wichtig für die Katzengesundheit

Ansonsten gelten die üblichen Tipps, um die eigene Katze möglichst lange gesund und munter zu halten. Neben der Fellpflege gehört zur Gesundheit auch die richtige Ernährung. Und die hängt nicht nur mit der Zusammensetzung des Futters zusammen, sondern auch mit der Menge. Fett werden lassen sollte man seine Katze nie, Übergewicht kann zu sehr vielen gesundheitlichen Problemen führen. Um zu testen, ob die Katze das richtige Gewicht hat, sollte man beim Kuscheln immer mal die Rippen ertasten. Spürt man diese, ohne dass sie hervorstehen, dann stimmt das Gewicht. Kann man kaum noch erahnen, dass da Rippen sind, dann sollte man die Zahl der Leckerchen deutlich reduzieren und eine Diät beginnen.

Übergewicht kann die Lebenserwartung einer Perserkatze (jeder Katze!) deutlich reduzieren.

Lebenserwartung einer Perserkatze

Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Perserkatze liegt bei der Wohnungshaltung bei 15 Jahren. Meist wird diese mit 13 bis 18 Jahren angegeben. Zwar hat man nicht alle Faktoren selbst im Griff, aber mit der richtigen Pflege und einer gesunden Ernährung, sollte eine Perserkatze diese durchschnittliche Lebenserwartung erreichenkönnen. Wenn es eben eine Wohnungskatze ist.