Die Perserkatze ist eine Langhaarkatze und ihr Fell ist pflegeintensiv. So ruhig und genügsam die Perser von ihrem Charakter und ihrem Wesen ansonsten sein mag, für die Fellpflege sollte man Zeit und Geduld einplanen. Es wird empfohlen sich jeden Tag Zeit für diese Pflege einzuplanen. Das gilt für Hauskatzen. Hat die Perserkatze auch die Möglichkeit raus zu gehen, dann sollte es zum Ritual gehören, sie am spätestens am Abend nach einem Ausflug nicht nur auf Knötchen und Verfilzungen zu untersuchen, sondern mögliche Knoten und Verfilzungen auch sofort zu beseitigen. Und eigentlich sollte bei einer Freigängerkatze nach jedem Ausgang das Fell entwirrt werden. Daher ist eigentlich eine reine Wohnungshaltung vorzuziehen. Nicht nur wegen dem Fell, auch wegen der kurzen Beine der Perserin. Sie scheint eben auch vom Körperbau eher für die Wohnungshaltung ausgelegt zu sein.

Fellpflege Perserkatze

Damit das Fell nicht verfilzt oder Knötchen bekommt, muss es gut und vor allem auch regelmäßig gepflegt werden. Mindestens einmal am Tag sollte die Perserkatze Unterstützung durch ihren Menschen bekommen und dieser sie gut durchbürsten. Natürlich ist auch die Perserkatze eine sehr reinliche Katze, die im wachen Zustand viel Zeit auf ihr Fell und dessen Pflege verwendet, dennoch benötigt sie eben Unterstützung.

Verfilzte Perserkatze

Lässt man die Fellpflege schleifen, dann kann es passieren, dass die Perserkatze verfilzt. In diesem Fall hilft leider meist wirklich nur noch der Griff zur Schere oder Schermaschine. Da gerade das geschoren werden nicht wirklich angenehm für die Perserin ist, sollte man es also wirklich zum Ritual machen, sich die Katze mindestens einmal am Tag auf den Schoss zu holen und ausgiebig durchzubürsten.

Grundlagen für das richtige Bürsten werden beim Kitten gelegt

Da das Bürsten und Kämmen so wichtig ist, ist es absolut notwendig, bereits das Perserkatzen-Kitten an das regelmäßige Ritual zu gewöhnen. Denn wenn die Kitten nicht daran gewöhnt werden, dann kann es schnell passieren, dass das Bürsten zu einem richtigen Kampf ausartet. Und das ist weder für die Katze noch für den Halter schön. Kitten gewöhnen sich spielerisch noch leichter an Dinge, die man bei einer ausgewachsenen Katze nur mit Nachruck durchsetzen kann.

Je jünger ein Kitten ist, um so eher lässt es sich für die Fellpflege begeistern und an den regelmäßigen (täglichen) Einsatz von Bürste und Co. gewöhnen.

Kitten an das Bürsten gewöhnen

Von Kitten kann man ja eh kaum die Finger lassen. Wenn man also so oder so gerade mit der kleinen flauschigen Katze spielt und mit ihr schmust, dann sollte man gleich von Anfang an auch das Bürsten in das Spielprogramm einbauen. Zunächst kann die Bürste nur Teil des Spiels sein, hat sich das Kitten an die Bürste gewöhnt, sollten auch schon erste Streicheleinheit durch die Bürste erfolgen. Dafür reicht auch eine weiche Bürste aus, gerne auch mit Naturhaar, denn Perserkitten haben noch kein so dichtes Fell. Lässt sich das Kitten erste Bürstenstriche über den Rücken und die Flanken gefallen, dann kann man auch Beine und Bauch (Vorsicht, sehr empfindlich) an die Massage durch die weiche Bürste gewöhnen. Zum Gewöhnprogramm müssen unbedingt auch die Innenseite der Schenkel gehören. Denn hier sind besonders viele feine Haare, die eben sehr schnell verknoten können.

Da Kitten noch kein richtig dichtes Fell haben und eher keine Knoten oder Verfilzungen, sollte die Prozedur bei diesem Flaum ohne schlechte Erfahrungen für das kleine Kätzchen ablaufen. Das ist sehr wichtig, denn die Erfahrungen, die jetzt gesammelt werden, auf diese greift die ältere Katze später zurück.

Daher sollte der Einsatz der Bürste wirklich spielerisch und in kurzen Zeiteinheiten geübt werden. Lieber jeden Tag nur 30 Sekunden, um gerade die Regelmäßigkeit für Katze aber auch einen selbst zum Ritual zu machen, als ein Mal die Woche fünf Minuten. Dabei kann das Bürsten beim Kittenflaum auch durchaus nur eine leichte Massage mit der Bürste sein.

Richtige Fellpflege bei der Perser

Wichtig ist nicht nur, dass der Perser regelmäßig (täglich, Freigänger auch öfters) gebürstet wird, sondern eben auch, dass dies gründlich geschieht. Es nutzt ja nichts, wenn das Fell auf den sichtbaren Körperstellen perfekt ist, die Katze dann aber da, wo man schlecht hinkommt, Knoten und Verfilzungen hat. Daher sollte das lange Fell der Perserkatze nicht nur vom Kopf bis zum Schwanz, sondern eben auch an den Seiten, am Bauch und sehr wichtig auch an den Innenseiten der Schenkel gebürstet werden.

Gebürstet wird die Perserkatze dabei mit ruhigen Bewegungen und das immer in Wuchsrichtung des Fells und niemals gegen den Strich.

Beginnen sollte man bei der Fellpflege dann am Rücken, und zwar auf Kopfhöhe. Mit ruhigen und kurzen Bürstenstrichen geht es dann in Richtung Hinterteil und Schwanz. Dann kommen Schultern, Beine, Brust dran und am Ende eben auch Innenseite Beine und der empfindliche Bauch.

Kommt auch der Kamm zum Einsatz?

Beim Fell selbst kann auch ein Kamm eingesetzt werden. Bei der Fellpflege am Schwanz hat dieser aber nichts verloren, denn ein Kamm würde zu viele Schwanzhaare ausreißen, die lange zum nachwachsen brauchen würden.

Wohin mit der Katze beim Bürsten

Am besten setzt man sich die Katze zum Bürsten auf einen Tisch und hält sie vorsichtig fest. So kommt man eigentlich an alle Stellen gut dran. Nur nicht an den Bauch. Hierfür sollte man die Katze dann in den Arm nehmen. Vorderpfoten besser festhalten.

Möchte sich eine Katze so gar nicht bürsten lassen, dann kann man es auch mit einem Handschuh mit Noppen versuchen. Dann kuschelt man eben besonders intensiv mit der Katze und hat dabei nicht die böse Bürste in der Hand, sondern einen Handschuh an, der dabei hilft, das Haar auf Vordermann zu bringen. Besser wäre aber immer intensives Bürsten.

Was bei Knoten und Verfilzungen tun?

Bei aller Pflege und vielen Bürsteinheiten kann es vielleicht doch mal passieren, dass sich der eine oder andere Knoten bildet. Oder es gibt Verfilzungen. Entweder versucht man, solche Stellen dann vorsichtig zu lösen, oder man schneidet sie heraus. Keinesfalls sollte man versuchen Gewalt anzuwenden.

Augen und Ohren der Perser nicht vergessen

Für die äußere Ohrmuschel gibt es feuchte Pflegetücher, mit denen diese gereinigt werden können. Auch auf die Augen der Perserin sollte man immer einen Blick werfen. Haben sich dort Verkrustungen gebildet, dann sollten diese mit einem angefeuchteten Tuch sehr vorsichtig entfernt werden.

Exotic ist Pflegeleichter

Wer sich für die Perserkatze wegen dem runden kindlichen Gesicht und dem ruhigen und sanftem Charakter entschieden hat und nicht wegen dem flauschigem Langhaarfell, sollte sich vielleicht auch mal die Exotic Shorthair ansehen. Vom Charakter und vom Aussehen her ist diese der Perserkatze mehr als ähnlich. Sie hat zwar trotz des Namens Shorthair kein typisches Katzen-Kurzhaarfell, es ist aber eben doch deutlich pflegeleichter als das der eigentlichen Perserkatze.