Perserkatzen – Flauschige Vielfalt

Perserkatzen - einmalig das Gesicht - flauschig ihr Fell.Perserkatzen gehören mit zu den ältesten Rassekatzen. Beliebt sind sie dazu noch. Sicherlich nicht nur wegen ihrem flauschigem Aussehen und dem runden Köpfchen, sondern auch wegen ihrem Charakter. Die Perserkatze gilt als ruhig, gelassen und verschmust.

Bei einer Perserkatze fällt sofort das rundliche Gesicht mit der tiefliegenden Nase auf. Zweiter Hingucker ist natürlich auch das lange Fell und der buschige Schwanz. Mit diesem Fell gehört die Perserkatze zu den pflegeintensivsten Katzenrassen überhaupt. Ohne Bürste und Kamm kann man keine Perserkatze halten. Die Fellpflege muss regelmäßig erfolgen, Kitten müssen daran frühzeitig gewöhnt werden und man sollte daran denken, dass man dafür immer und stets nicht nur Zeit, sondern auch viel Geduld braucht.

Perserkatzen sind vom ruhigem Wesen

Die Perserkatze ist ruhig, zurückhaltend und mit mäßig ausgeprägtem Freiheitsdrang ausgestattet. Das macht Perserkatzen ideal für eine reine Haushaltung bzw. Wohnungshaltung. Fast alle Katzen mögen es auch draußen ihre Runden zu drehen und ihr Revier zu durchlaufen, das ist aber etwas, was man gerade, wenn man in der Großstadt lebt, nicht immer seiner Katze auch garantieren kann. Bei der Perserkatze hat man hier kaum Probleme, denn sie ist eben sehr ruhig und aufgrund ihres Fells, das draußen sehr schnell verknoten und verfilzen würde, ist sie auch nicht wirklich für Streifzüge durch die Nachbarsgärten geeignet. Wer seiner Perserkatze dennoch Freigang gewährt, muss um so mehr darauf achten, dass sich keine Knotenoder Verfilzungen bilden. Siehe auch Charakter und Wesen der Perserkatze.

Exotische Kurzhaarkatze – Colourpoints – Perserkatzen

Die Perserkatzen teilen sich mit zwei weiteren Katzenrassen den Rassestandard. Das heißt, vom Körperbau und auch der Kopfform zum Beispiel sollten die drei gleich sein. Unterschiede gibt es allerdings bei der Felllänge, der Felltextur und der Fellfarbe. Was anderes ist es aber bei den Perserkatzen mit Nase (auch traditionelle Perserkatze genannt). Diese fallen aus dem Rassestandard heraus.

 

 

Exotische Kurzhaarkatze

Exotische Kurzhaarkatze

Die Exotische Kurzhaarkatze ist das Ergebnis einer Kreuzung zwischen Perserkatze und der American Shorthair. Durch das Einkreuzen der Burmesen wurde dann die Rasse weiter entwickelt. Ziel war es eine Katze zu bekommen, die deutlich pflegeleichter ist als die Perserkatze und das ist mit der Einkreuzung der American Shorthair Katze sicherlich gelungen. Gleichzeitig sollte die exotische Kurzhaarkatze aber das kindliche Aussehen (runder Kopf), den Körperbau und natürlich auch den ruhigen Charakter der Perserkatze mitbekommen.
In den USA ist die exotische Kurzhaar seit 1966 anerkannt. Die FIFe hat Perser und Exotic dann 1986 in eine Klasse zusammengelegt.
Die Bezeichnung Kurzhaar täuscht etwas. Das Fell ist eher halblang und plüschartig (Teddybärfell). Es liegt auch nicht glatt am Körper an.
Garfield ist eine Exotische Kurzhaarkatze in der Farbe red tabby (rot getigert).

Perserkatze Colourpoint

Perserkatze Colourpoint

Weitere Namen für die Colourpoint Perserkatze sind Maskenperser oder Himalaya. Diese Farbvariante der Perserkatze ist durch eine Kreuzung von Siamkatze und Perserakatze entstanden. Farblich ähnelt die Perser Colourpoint dabei der Siamkatze. Körperbau, Kopfform, sogar Farblänge sind aber Perser. Die erste Colourpoint wurde 1935 in den USA geboren, später begann man dann in Großbritannien mit der zielgerichteten Zucht.
Bei der Colourpoint ist das Fell am ganzen Körper hell. Im Gesicht, am Schwanz und an anderen markanten Stellen dominiert dann aber die dunklere Farbe.

 

Das typische Kindsgesicht hat sowohl die Perserkatze wie auch die Exotic.

Was es sonst noch über Perserkatzen zu wissen gibt

Qualzucht bei den Perserkatzen

Tierschützer verurteilen die extremen Züchtungen der Perserkatzen. Die tief zurückgesetzt Nase, die extrem runde Kopfform (Brachycephalie) kann zu tränenden Augen, Entzündungen im Nasen und Rachenbereich und sowohl zu Beschwerden bei der Nahrungsaufnahme als auch zu Problemen beim Atmen führen. Oft ist auch die Geburt problematisch und so ist ein Kaiserschnitt erforderlich. Problematisch ist der runde und massive Schädel. Inzwischen gibt es auch Züchter, die auf Perserkatzen mit Nase setzen.

Lebenserwartung Perserkatzen

Gesunde Perserkatzen haben eine Lebenserwartung von 13 bis 18 Jahren. Siehe auch Perserkatzen Gesundheit.

Für wen ist die Perserkatze geeignet?

Die Perserkatze ist für jeden geeignet, denn sie ist dank ihrem sanftem und ruhigem Charakter auch durchaus etwas für Anfänger. Allerdings sollte man bei der Anschaffung eben bedenken, dass Perserkatzen eben als Wohnungskatzen besser dran sind. Siehe auch Fellpflege Perserkatze.

Wie wird die Perserkatze noch genannt?

Neben Perser, Perser-Katze wird diese Katzenrasse auch Persische Langhaarkatze (Persian Longhair) oder einfach noch Longhair (Langhaar) genannt. Aus dem Nahen Osten kommen dann noch Shira und Shirazi hinzu. Perserkatzen haben auch zwei schöne Spitznamen:

  • Königin der Rassekatzen.
  • Aristokratin unter den Katzen.

Perserkatzen im Film

Neben dem oben schon erwähnten Kater Garfield, der ja eine Exotic ist, gibt es noch andere Perserkatzen, die bereits einen Auftritt im Film haben. Zum einen natürlich die weiße Perserkatze mit Nase aus dem James Bond Film Man lebt nur zweimal und dann gibt es wohl in der Mann mit der Todeskralle (Enter The Dragon, ein Martial-Arts-Film mit Bruce Lee in der Hauptrolle) ebenfalls eine Perserkatze zu sehen.